3. Die Blütenjungfern

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3. Die Blütenjungfern

Beitrag  THE_EYE am 23.11.13 18:09

Wieder hatte Johnny am Morgen mit der Stimme des Diebes versucht, ein wenig Unruhe zu stiften, was mit mäßigen Erfolg gekrönt war. Der Händler drohte damit, die Praioten zu beauftragen, wenn dieses Gespuke nicht aufhöre. Obwohl Johnny nicht aufhören wollte, lies er Vernunft walten, denn mit den Praioten will er nichts zu tun haben, die sind absolut nicht witzig. 
Da fiel ihm auf, dass Madaya aus irgendeinen Grund durch die neue Halbelfin, die sich der Gruppe angeschlossen hatte, eifersüchtig war. Um ihre Laue zu bessern, ulkte Johnny über die Mätressen an den Höfen und alberte ein wenig mit verschiedenen Gegenständen herum, bis sich ihre Laune sichtlich gebessert hatte. Zwar erkannte er, dass sie sich viel auf sich einbildet, doch dieser Spiegel benötigt noch etwas Zeit und Rat, um ihn zu enthüllen.
Am Abend rastete die Karawane in einen kleinen Dorf, in der hiesigen Taverne. Johnny unterhielt die Gesellschaft mit Gaukeleien, Musik und Gesang, als Scaldis und Madaya verschwanden und bis zu nächsten Morgen nicht wieder herunter kamen. Eine witzig Idee kam Johnny in den Sinn. Die kleinen Wesen aus seiner Heimat, die so auf ihr Äußeres stolz sind, könnten Madaya ja zeigen, wie sie oft wirkt. Aber um die kleinen Feen zu überzeugen, braucht er seinen Vater. Doch stellt sich noch die Frage, ob sie nicht sofort ihn verdächtigt. Wie kann er nur unauffällig die Blumenjunfern bei ihr erscheinen lassen? Wenn sie doch nur wie ich versehentlich Wesen aus anderen Spähren ruft, wenn sie Magie benutzt. Es könnte sein. Ihr schienen die Stimmen aus dem Nichts nicht sonderlich fremd zu sein. Das muss ich noch ein wenig beobachten.
Am nächsten morgen, als Johnny vom Frühstück aufstand und, um etwas frische Luft zu schnappen vor die Taverne trat, sieht er die Halbelfin und den Zwerg zusammen trainieren. Wie sieht sie eigentlich ohne Rüstung aus? So erscheint sie mir, als würde sie versuchen, schlechter auszusehen als sie in Wahrheit ist. Hmm, nur sie ist auffällig, ich mach beide. Und mit einer beiläufigen Bewegung fielen Jandroms und Yunas Kleidung zu Boden. Schnell erhaschte Johnny einen Blick von ihrem markellosen Körper. Und mit einem Grinsen auf den Lippen machte er sich wieder in die Taverne. 
Da, was war das für ein Geräusch und dieses vertraute Gefühl. Wo mag das herkommen? Auf der Suche nach dem Ursprung hörte Johnny ein rhytmisches Stöhnen aus einem Zimmer. Kann es sein? Sind Nymphen hier? Neugierig öffnet Johnny die Tür, hinter der die Geräusche herkommen. Madaya, Scaldis und drei Nymphen die heftig am kopulieren sind, kommen dahinter zum Vorschein. Als die Nymphen Johnny bemerken und auf ihn zustürmen, läuft er was das Zeug hält zum Teich, den er am Tag vorher gesehen hatte. Hier kann ich die Nymphen erstmal los werden, ohne sie zu beleidigen. Mit einem Pfiff ruft Johnny seinen Vater, der, wie als hätte er darin gewartet, aus einem Fass, am Teich, fällt. Nach einigen Minuten, wo der alte Kobold seinen Sohn lachend zusieht, hat er Erbarmen und schickt die Nymphen weg. "Du weißt doch wie sie sind. Oder hast du deine Erlebnisse mit Tautropfen vergessen?" "Nein Vater! Aber ich brauche so oder so deine Hilfe." "Hast du die Praioten wieder verulkt, du weißt das die keinerlei Spass verstehen." Johnny überlegt und meint dann, "Nicht das ich wüsste, doch eigentlich wollte ich einer kleinen, hübschen, arroganten Hexe einen Streich spielen, aber leider bin ich nicht in der Lage so viel Kraft Tsas aufzubringen." Nach einiger Zeit wo Johnny seinen Vater schildert, wie er Madaya einen Streich spielen will, klettert der kleine Kerl in Johnnys leere Tasche, um unbemerkt bei der Reise mitzukommen.
Die Reise geht weiter, wie schon so häufig sitzt Johnny nicht in der Kutsche, sondern auf dem Dach der selbigen. Dort lässt er seinen Vater aus der Tasche und beide unterhalten sich machen Spässe und planen den Streich. Plötzlich hält die Kutsche und Yuna, Jandrom und der Halbork verlassen ihre Plätze. Nach einigen Streitigkeiten mit einen Reisenden soll die Reise weiter gehen. Als Yuna auf einmal stutzt, wo sie auf die Kutsche zum Schelm sieht. Ein Kobold und Johnny winken ihr zu und halten ihren Zeigefinger an den Mund, um zu zeigen, sie soll ruhig sein und niemanden vom Kobold erzählen.
Nach diesen kleinen Zwischenfall verläuft die Reise vollkommen Ereignislos bis zum Abend. Als am Abend alle in einer Taverne untergebracht werden, versteckt Johnny seinen Vater erneut in seiner Tasche. Nach einen Abendbrot beginnt die Dämmerung und der Schelm sucht im Nahe gelegenen Wald eine Lichtung. Hier beginnen Johnny und der Kobold drei Blütenjungfern zu beschwören. Als diese schönen, kleinen, aber arroganten Geschöpfe in dieser Welt aufgetaucht sind, erklären Johnny was sie tun sollen und wen sie richtig nerven sollen. Sie sollen erst erscheinen wenn Madaya beginnt jemanden zu verfluchen. Und ein richtiges Chaos nimmt seinen Lauf.
Johnny begibt sich nach einiger Zeit zurück zum Gasthof. Eigentlich sollten die Blütenjungfern mit ihrem Schabernack
schon begonnen haben. Ich würde es zu gern sehen. Ich sollte nicht sonst ist es zu verdächtig. Ach egal ich schau es mir an. Und so öffnet Johnny die Tür, hinter der sich das absolut Chaos abspielt. Die Feen bringen alles durcheinander, eine spielt mit Madayas Haaren, eine andere schminkt sich und wirft dabei das Puder durch das ganze Zimmer. Die letzte badet in Madayas Parfüm. Statt sich zu beruhigen, bringt Madaya mit ihrem hysterischen Gekreische, die Feen zu immer neuen Schandtaten. Da erblickt Madaya den kicherten Schelm und den Kobold, und als Scaldis mit einer weiteren Hexe in das Zimmer kam, begann Madaya sofort beginnt sie auf die beiden einzuschimpfen. Während dieser Schimpftirade beleidigt sie den Kobold und das Chaos wird noch größer. Es tauchen überall im Zimmer noch mehr Kobolde, Blütenjungfern und andere Feenwesen auf und beginnen ein riesiges Fest, alle bis auf Madaya, Scaldis und die Hexe tanzen, singen und sind guter Laune. Doch Madayas Laune verfinstert sich immer mehr, zauber fliegen durch die Luft, und treffen auch sie. In dem Zimmer ist so viel Magie am Werk das man diese quasi schmecken kann. Nach einiger Zeit wurde es der fremden Hexe zu bunt und beendet die Feier indem sie alle zurück in ihre Spähre bannt. Johnny den schlagartig wieder langweilig wird ruft seinen Vater erneut. Nach einigen hin und her fragt Johnny ob die nett gemeinte Parodie angekommen ist. Darauf erliegt Madaya ihren Zorn und verflucht Johnny so stark, dass sie schlagartig in Ohnmacht fällt. Enttäuscht über den misslungenen Streich wird Johnny von Scaldis, der kurz zuvor mit der Hexe durch das Fenster kam, aus dem Zimmer geworfen. Dies war eine denkwürdige Nacht. Doch einen Scherz kommt immer wieder.
Oder wie Busch es sagte: "Dieses war der dritte Streich, doch der vierte folgt sogleich."
Pinguin fällt


Zuletzt von THE_EYE am 24.11.13 16:45 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet (Grund : Kommata...)
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